Man investiert Zeit, Kraft und Geduld in das Putzen der Fenster – doch sobald die Sonne tief über Hannover steht und durch die Scheiben scheint, werden unschöne graue Streifen, Schlieren und Flecken sichtbar. Das ist extrem frustrierend, aber ein weit verbreitetes Problem. In Hannover wird dieser Effekt durch das harte Leitungswasser in vielen Stadtteilen zusätzlich verstärkt. Schlieren sind jedoch kein Schicksal, sondern die Folge von Anwendungsfehlern und falschem Material. Wir erklären Ihnen die physikalischen und chemischen Ursachen für Streifenbildung und zeigen Ihnen, wie Sie diese in Zukunft zuverlässig vermeiden.
1. Der häufigste Fehler: Überdosierung von Reinigungsmitteln
Viele Menschen glauben: Viel hilft viel. Bei Reinigungsmitteln für Glas ist das Gegenteil der Fall. Der Hauptgrund für Schlieren ist eine Überdosierung von Spülmittel oder Glasreiniger. Die im Reiniger enthaltenen Tenside haben die Aufgabe, Fett und Schmutz im Wasser zu binden. Verbleiben nach dem Abziehen jedoch zu viele Tensid-Rückstände auf dem Glas, trocknen diese an und bilden einen unsichtbaren, klebrigen Film. Scheint nun die Sonne auf das Fenster, wird dieser Film als grauer Schleier sichtbar. Zudem zieht dieser klebrige Rückstand neuen Staub und Blütenpollen extrem schnell an. Verwenden Sie Reinigungsmittel daher immer sehr sparsam – ein paar Tropfen Spülmittel auf einen Eimer Wasser reichen völlig aus.
2. Worn-out Gummilippen und falsches Waschen von Mikrofasertüchern
Das beste Putzwasser nützt nichts, wenn das Werkzeug mangelhaft ist. Die Gummilippe des Fensterabziehers muss absolut glatt, scharfkantig und elastisch sein. Schon kleinste Haarrisse oder Kerben im Gummi führen dazu, dass Wasserstreifen auf der Scheibe stehen bleiben. Tauschen Sie das Gummi daher regelmäßig aus. Ein weiteres großes Problem sind Mikrofasertücher, die mit Weichspüler gewaschen wurden. Weichspüler hinterlässt einen Silikonfilm auf den Fasern des Tuchs. Wischen Sie damit über das Glas, übertragen Sie diesen Film auf die Scheibe, was unweigerlich zu extremen Schlieren führt. Waschen Sie Putztücher daher immer ohne Weichspüler und nutzen Sie spezielle Waffeltücher zum Polieren.
3. Fensterputzen in der prallen Sonne vermeiden
Ein klassischer Anwendungsfehler ist das Fensterputzen an warmen, sonnigen Tagen. Die direkte Sonneneinstrahlung erwärmt das Glas stark. Das aufgetragene Wasser verdunstet dadurch extrem schnell auf der Scheibe, noch bevor Sie den Abzieher überhaupt ansetzen können. Die im Wasser gelösten Schmutzpartikel und Seifenreste trocknen sofort an Ort und Stelle fest und hinterlassen unschöne Ränder und Streifen. Putzen Sie Ihre Fenster daher bevorzugt an bewölkten Tagen oder arbeiten Sie sich im Laufe des Tages mit dem Sonnenstand um das Haus herum, sodass Sie immer im Schatten reinigen.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Hilft Zeitungspapier wirklich gegen Streifen?
Nein. Zeitungspapier wurde früher mangels Alternativen genutzt. Das Papier saugt zwar Feuchtigkeit auf, aber die Druckerschwärze kann unschöne graue Spuren auf Rahmen und Dichtungen hinterlassen. Moderne Mikrofasertücher sind materialschonender und effektiver.
Wie entfernt man Schlieren, die nach dem Putzen sichtbar werden?
Wischen Sie die trockene Scheibe einfach noch einmal mit reinem, klarem Wasser (ohne Reiniger) und einem sauberen, feuchten Mikrofasertuch ab. Das löst die überschüssigen Seifenrückstände auf.
Warum hilft Essig gegen Schlieren bei kalkhaltigem Wasser?
Die Säure im Essig spaltet die Kalkverbindungen im Wasser auf, sodass beim Trocknen keine mineralischen Rückstände auf dem Glas verbleiben.