Nach den grauen, dunklen Wintermonaten in Norddeutschland sehnen wir uns nach Sonne, Licht und frischer Luft. Der traditionelle Frühjahrsputz befreit das Haus von Staub, Rußrückständen der Heizperiode und dem grauen Winterschmutz. In Hannoveraner Haushalten – von der Südstadt bis Vahrenwald – ist dies der perfekte Zeitpunkt, um die Wohnung einmal gründlich auf Vordermann zu bringen. Besonders die Fenster haben im Winter unter Regen, Frost und Streusalz gelitten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie strukturiert vorgehen, welche Reihenfolge beim Putzen optimal ist und wie Sie Ihre Fenster im Frühling zum Strahlen bringen.
1. Die goldene Regel: Von oben nach unten und von hinten nach vorne
Wer ohne Plan drauflos putzt, verliert schnell die Motivation und wirbelt unnötig Staub auf bereits gesäuberte Flächen auf. Die wichtigste Regel lautet daher: Arbeiten Sie immer von oben nach unten. Fegen Sie zuerst Spinnweben von den Decken und Lampen, wischen Sie die Oberseiten von Schränken und Regalen ab und widmen Sie sich erst ganz zum Schluss dem Staubsaugen und Wischen der Fußböden. So wird herabfallender Staub im letzten Schritt zuverlässig aufgenommen. Zudem sollten Sie sich raumweise vorarbeiten: Beginnen Sie mit den unbeliebten Räumen wie Bad und Küche und arbeiten Sie sich zu den Wohnräumen vor. Dies sorgt für schnelle Erfolgserlebnisse.
2. Fenster vom hartnäckigen Winterschmutz befreien
Fensterscheiben sind im Winter extremen Belastungen ausgesetzt. Auf der Außenseite lagert sich ein Mix aus Ruß, Abgasen und Salzrückständen ab. Gehen Sie bei der Frühjahrsreinigung der Fenster besonders gründlich vor: Waschen Sie zuerst die Rahmen, die Dichtungen und die Fensterbänke ab. Nutzen Sie für die Scheiben reichlich Wasser, um festsitzenden Schmutz einzuweichen, bevor Sie mit dem Abzieher arbeiten. Bei hartnäckigem Winterschmutz kann ein Spritzer Spiritus im Putzwasser helfen, fettige Rußfilme zu lösen. Vergessen Sie nicht, auch die Rollos und Außenjalousien feucht abzuwischen, da sich dort im Winter viel Dreck sammelt, der beim nächsten Regen wieder auf die sauberen Scheiben gespült wird.
3. Gardinen waschen und frische Luft hereinlassen
Ein oft vergessener Staubfänger sind Vorhänge und Gardinen. Sie nehmen im Laufe des Winters viel Heizungsluft, Hausstaub und Küchengerüche auf. Nutzen Sie den Frühjahrsputz, um alle Gardinen abzunehmen und gemäß Waschanleitung zu reinigen. Unser Profi-Tipp: Hängen Sie die Gardinen nach dem Schleudern noch leicht feucht wieder auf. Sie hängen sich durch ihr Eigengewicht von selbst glatt, knittern nicht und verströmen im ganzen Raum einen herrlichen Duft nach frischer Wäsche. Öffnen Sie währenddessen die frisch geputzten Fenster weit, um die feuchte Luft abziehen zu lassen und die Räume mit frischem Frühlingswind aus der Eilenriede zu fluten.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wann ist der beste Zeitpunkt für den Frühjahrsputz in Hannover?
Ideal sind die Monate März und April, sobald die Temperaturen dauerhaft über dem Gefrierpunkt liegen und die ersten sonnigen Tage anstehen. Vermeiden Sie das Fensterputzen an Tagen mit starkem Pollenflug.
Welche Grundausstattung benötigt man für den Frühjahrsputz?
Sie benötigen einen Eimer, Allzweckreiniger, Essig oder Zitronensäure, Mikrofasertücher, einen Staubsauger, Wischmopp sowie einen Einwascher und Abzieher für die Fenster.
Wie reinigt man Fliegengitter richtig?
Nehmen Sie die Fliegengitter aus dem Rahmen und brausen Sie sie in der Dusche mit lauwarmem Wasser ab. Hartnäckiger Staub lässt sich mit einer weichen Bürste und etwas Spülmittel vorsichtig lösen.