Bunte Blätter, stürmische Winde und feuchtes Wetter prägen den Herbst in Niedersachsen. Für Hausbesitzer in Hannover bedeutet diese Jahreszeit vor allem eines: Viel Arbeit im Garten und rund um das Haus. Auch die Fenster und Fensterrahmen sind im Herbst extremen Belastungen ausgesetzt. Feuchte Winde wehen klebriges Laub, Schlamm und Staub an die Scheiben, während anhaltender Regen hässliche Schmutzspuren hinterlässt. Besonders in baumreichen Stadtteilen Hannovers wie Kirchrode, Bothfeld, Kleefeld oder Waldhausen sammeln sich Blätter in jedem Winkel. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Fenster im Herbst richtig pflegen und auf die kalte Jahreszeit vorbereiten.

1. Die unterschätzte Gefahr: Nasses Laub verstopft Entwässerungsschlitze

Herabfallende Blätter, Nadeln und kleiner Dreck sammeln sich nicht nur im Garten, sondern wehen auch auf die Fensterbänke und in die Falze der geöffneten Fensterrahmen. Die größte Gefahr im Herbst sind verstopfte Entwässerungsschlitze (Drainageöffnungen) unten im Fensterrahmen. Diese kleinen Schlitze dienen dazu, eingedrungenes Regenwasser kontrolliert nach außen abzuleiten. Sind sie durch feuchtes Laub oder Schmutzschlamm verstopft, staut sich das Wasser im Rahmen. Bei starkem Herbstregen kann dieses Wasser überlaufen, in das Mauerwerk eindringen und zu feuchten Wänden und Schimmelbildung im Innenbereich führen. Reinigen Sie daher im Herbst bei jedem Fensterputzen unbedingt die Rahmenfalze gründlich aus.

2. Glasflächen und Rahmen auf den Winter vorbereiten

Ein sauberer Putzdurchgang im Spätherbst (Oktober/November) ist die beste Vorbereitung auf den Winter. Befreien Sie die Glasscheiben von den klebrigen Rückständen des Sommers, wie Insektenresten, Blütenhonig und Pollenfilmen. Auf einer sauberen Glasoberfläche gefriert Feuchtigkeit im Winter deutlich langsamer als auf einer schmutzigen Scheibe. Zudem sollten Sie die Fensterrahmen nach dem Putzen gut trocknen und die Gummidichtungen pflegen. Ein Auftrag von Silikonspray oder Hirschtalg hält die Dichtungen elastisch und verhindert, dass sie bei Frost am Rahmen festkleben und beim Öffnen des Fensters reißen. Bei Holzfenstern empfiehlt es sich, die Lackoberfläche auf Risse zu prüfen, damit kein Wasser eindringt und das Holz im Winter gefriert.

3. Fensterputzen bei Herbststürmen – Sinnvoll?

Herbstzeit ist Sturmzeit in Norddeutschland. Ein häufiger Fehler ist der Versuch, die Fenster an windigen Herbsttagen zu putzen. Davon raten Profis ab. Starker Wind führt dazu, dass das Putzwasser auf der Scheibe extrem schnell antrocknet, noch bevor Sie es mit dem Abzieher entfernen können. Das Ergebnis sind unschöne Streifen und Wasserflecken. Zudem weht der Wind direkt neuen Staub und Blätter auf das nasse Glas. Warten Sie für die Reinigung einen trockenen, windstillen Tag ab. Putzen Sie abschnittsweise und trocknen Sie die Ecken sofort ab, um Fleckenbildung vorzubeugen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wie reinigt man die Entwässerungsschlitze im Fensterrahmen?

Saugen Sie zuerst den losen Schmutz mit einer Fugendüse aus dem Rahmenfalz. Säubern Sie die feinen Schlitze anschließend mit einem Holzstäbchen, einer alten Zahnbürste oder spülen Sie sie vorsichtig mit etwas Wasser durch.

Lohnt sich das Fensterputzen im Herbst überhaupt?

Ja, absolut. Sauberes Glas lässt in den dunklen Wintermonaten deutlich mehr wertvolles Tageslicht in die Wohnräume, was das Wohlbefinden steigert. Zudem schützt die herbstliche Pflege die Bausubstanz vor Feuchtigkeitsschäden.

Wie entfernt man klebrigen Baumharz von den Scheiben im Herbst?

Baumharz lässt sich materialschonend mit etwas Speiseöl oder Reinigungsalkohol auf einem weichen Tuch lösen. Reiben Sie vorsichtig über die Stelle und waschen Sie sie anschließend mit Spülmittelwasser ab.